"Der Report der Magd" von Margaret Atwood

Der Sommer ist ausgebrochen und ich komme wieder mehr zum Lesen. In dem Buchclub von Emma Watson "Our Shared Shelf" stand für Mai/Juni "Der Report der Magd" auf der Leseliste. Wer den Buchclub noch nicht kennt, sollte unbedingt mal vorbeischauen. Es wird vor allem feministische Literatur gelesen und darüber in verschiedenen Foren diskutiert.Sehr empfehlenswert und man bekommt viele tolle Buchempfehlungen und entdeckt Bücher auf die man eventuell sonst gar nicht gekommen wäre.



///Worum geht es?
Die Handlung spielt im Amerika der Zukunft. Durch einen Putsch wird der Präsident gestürzt und die Verfassung außer Kraft gesetzt. An dessen Stelle tritt eine christliche Kirche, die die Republik Gilead gründet, in welcher Frauen keine Stellung haben und nur noch zum Gebären von Kindern verpflichtet werden, da die Republik aufgrund von nuklearen Katastrophen unfruchtbar zu werden droht.

Die Hauptprotagonistin ist Desfred, eine Magd und eine der noch wenigen fruchtbaren Frauen. Sie lebt beim Kommandanten Fred und seiner Frau Serena Joy und soll dort mit dem Kommandanten ein Kind zeugen. Aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt und sie gibt mit Rückblicken auch eine Sicht auf ihr früheres Leben mit ihren Mann Luke und ihrer Tochter von denen sie bei der Flucht gewaltsam getrennt wurde.

///Meine Meinung
Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Dystopie-Büchern. Und auch dieses fand ich sehr schwer zu lesen, weil es so düster und grausam war. Aber das war genau die Intention der Autorin. Grausam schildert sie die Unterdrückung der Frau und auch die Grausamkeit des Regimes, dass man immer wieder aufschreien möchte. Aber Atwood hat das Buch wirklich toll geschrieben, auch die Rückblenden in ihr früheres Leben fand ich passend, weil sie immer wieder Zeit zum Luftholen gegeben haben, weil die anderen Schilderungen hart sind. Es wird eine Welt beschrieben, in der Frauen keine Rechte mehr haben und unmündig sind. Und obwohl die Republik Gilead die Frauen unterdrückt, gibt es doch auch Anzeichen, dass es den Männern nicht genug ist. Sondern dass sie Gespräche und die Gesellschaft der Frau vermissen. Ich fand das Buch sehr sehr schwer zu lesen, aber auch ein tolles Buch, weil es eine Warnung ist.


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